Ob ein Unternehmen KI einführen kann, entscheidet sich in sieben Bereichen. In der Gesamtbewertung werden sie gleich behandelt: Keine Domäne kann eine andere ausgleichen. Blockieren kann trotzdem jede einzelne, nicht weil sie schwerer wiegt, sondern weil einzelne Voraussetzungen darin nicht verhandelbar sind.
Governance. KI-Governance entscheidet nicht, ob KI möglich ist, sondern ob sie verantwortbar eingeführt werden kann. Ohne Regeln trägt jede Investition ein ungesteuertes Risiko mit.
Strategie. Ohne Zielbild lässt sich kein Vorhaben priorisieren, und ohne Priorisierung fließt Budget dorthin, wo jemand am lautesten fragt.
Daten. Gute Daten allein erzeugen keinen Nutzen. Entscheidend ist, ob sie für den konkreten Anwendungsfall verfügbar und nutzbar sind, bevor Geld in die Anwendung fließt.
Technologie. Ein Prototyp beweist Machbarkeit. Ob die Grundlage einen produktiven Betrieb trägt, ist eine andere Frage, und sie entscheidet über die Folgekosten.
Menschen. Eine Anwendung liefert ihren Nutzen erst, wenn die Beteiligten sicher mit ihr umgehen können. Was sie gekostet hat, spielt dafür keine Rolle.
Organisation. Solange Verantwortung bei einer einzelnen Person liegt, ist jede KI-Initiative genau eine Kündigung von ihrem Ende entfernt.
Steuerung. Ohne Budgetlogik und Nutzenmessung lässt sich nach der Investition nicht sagen, ob sie sich gelohnt hat. Dann war es keine Entscheidung, sondern ein Versuch.
Hinter jeder Domäne stehen konkrete Prüfkriterien, insgesamt 51. Welche davon zutreffen, hängt vom Unternehmen ab: Wer noch nichts produktiv einsetzt, wird nicht an Betriebsanforderungen gemessen.